Was ist natural hoof care?
 

Der Wildpferdehuf

Hier werde ich vor allem auf die australischen 
Forschungsstudien eingehen,

da ich meine Ausbildung dort gemacht habe.

Man hatte einige Pferde mit GPS-Geräten ausgestattet, um ihre Wanderungen genau verfolgen zu können.

So gibt es Untersuchungen, aus einer Gruppe von Wildpferden die im australischen Outback leben. Der Boden dort ist hart und z.T. auch steinig und felsig - das Futter sehr mageres, braunes und dünnes Gras. Dazu kommt, dass die Entfernung vom Futterplatz zur Wasserstelle eine sehr bedeutende ist.
So laufen diese Pferde z.B. 2 Tage zum Wasser, 2 Tage zurück zur Futterstelle und dann wieder zum Wasser.... Trinken also nur alle 4 Tage. Obwohl die Hufe dieser Pferde von außen betrachtet gesund und gut geformt aussahen, wurde bei vielen von ihnen Überlastungsrehe festgestellt.

Eine andere Gruppe von Pferden lebte in Queensland auf satten, grünen Weiden; hatte keine weiten Strecken vom Futter zum Wasser zurückzulegen. Sie mußten sich nicht anstrengen, keine weiten Wege zurücklegen - bei Untersuchungen stellte sich bei vielen Pferden Futterrehe heraus.

Die letzte Gruppe von Pferden lebte auf wechselndem Untergrund: Sand, Stein, mageres Gras. Diese Pferde bewegten sich zwischen 10 und 20 km täglich. Ihre Hufe waren meist gut geformt, robust und gesund.

 

Bewegung ist wichtig

Was können wir nun aus diesen Untersuchungen schließen?

Durch die Erfahrung, auch mit unseren 6 Pferden, bin ich überzeugt davon, dass die meisten Pferde barhuf geritten werden können. Selbst Boxenhaltung ist kein Hinderungsgrund - vorausgesetzt dem Pferdehalter ist es möglich, sein Pferd konsequent täglich zu bewegen. Bestenfalls auf unterschiedlichem Untergrund.
Durch die Bewegung und den Abrieb wird das Hufwachstum stimuliert und angeregt. Der Hufmechanismus kommt in Schwung, die Hufpumpe kann richtig arbeiten und somit wird die Gesundheit des gesamten Pferdes unterstützt.
(Natürlich müssen wir sensibel damit umgehen - ein Pferd das wochenlang nur in der Halle geritten wird, kann nicht plötzlich ohne Umstellungsphase längere Strecken auf Teer, Kies oder ähnlichen Böden geritten werden. Deshalb ist es so wichtig, jede Situation individuell zu beurteilen, und dementsprechend darauf zu reagieren)

 

Wie hilft Natural Hoof Care!

Nach dem Vorbild des Wildpferdemodells, bringen wir den Huf durch den Natrutrimm - je nach Ausgangslage - nach und nach zurück in seinen optimalen Zustand; individuell angepaßt an das Pferd und den Umständen, wie, wo und wieviel es geritten wird.

Die verschiedensten Hufprobleme können mit NHC behandelt werden:

Hufrehe - akut und chronisch
Risse in der Hufwand
Hufrollensyndrom
Probleme mit den Trachten
Strahlfäule und andere Probleme
verschiedene Arten von Lahmheit

 

NHC wird rassenunabhängig angewandt.

 

Auch ältere Pferde können meist problemlos umgestellt werden - vorausgesetzt man läßt sich Zeit und geht sehr sensibel an die Umstellungsphase heran. Gerade ältere Pferde können während der Umstellung mit Hufschuhen unterstützt werden.

Durch das Trimmen der Hufe simulieren wir den Abrieb, den ein Huf in der Wildnis erfahren würde. Unterstützt durch ausreichend Bewegung und angemessenes Futter.

NHC wird inzwischen bei allen Pferdesportarten angewandt. Allerdings halte ich persönlich bei Profi-Springreitern und bei Kutschern in den meisten Fällen einen Beschlag immer noch für sinnvoll!

 

Wie zeigt sich ein rundum gesunder und kräftiger Huf?

Zuerst mein Lieblings-Ausspruch von Pete Ramey: "Die Natur würde nichts an die Unterseite des Pferdes packen, das nicht dafür gedacht ist, Gewicht zu tragen"
                                                                                          und
"Nichts an der Unterseite des Hufes ist auf verschiedenen Untergründen passiv; alles was einen Schatten wirft, trägt Gewicht!"
(Pete Ramey, USA, ist Hufbearbeiter und forscht sehr viel auf diesem Gebiet. Er ist Schüler von Jaime Jackson, Kanada)

Der Wildpferdehuf zeichnet sich durch eine dicke und zähe Sohle, eine kurze Zehenlänge ( um die 8,5 cm)  - die ein leichteres Abfußen ermöglicht - einen gesunden Strahl der ,  genauso wie die Eckstreben - Last  aufnehmen kann, aus.
Die Hufwand geht über den gesamten Tragrand in eine Rundung über, die "Mustangrolle". Dadurch wird der Abrieb minimiert und Ausrisse und Ausfranzungen in der Hufwand - bei genügendem Training - kommen so gut wie nicht mehr vor!

 

Das war es in aller Kürze.

Gerne bin ich für persönliche Beratung und auch für Info-Veranstaltungen zu "haben"!
Ruft oder mailt mich einfach an - ich freu mich auf Euch!

 


Sie sind Besucher Nr.


powered by Beepworld